Sonntag, 21. August 2016

Ausflug Grube Bendisberg


Das heutige Wetter lud nicht gerade zu einer geplanten Motorradtour ein.
Da wir aber ein wenig "erleben" wollten, nahmen wir uns dann heute endlich einmal die Erzbergwerkgrube Bendisberg bei Langenfeld (Eifel) vor.

Vor etwa zwei Jahren schon haben wir ein Hinweisschild auf selbige bei der Wanderung des Traumpfades Wanderather gesehen.

Wir sind heute daher ohne Hunde unterwegs, da diese im Schacht natürlich nicht zugelassen sind (ausser bei Übungen der Rettungshundestaffel, wie uns berichtet wurde).



Die Zufahrt zur Grube befindet sich auf der Landstraße 10 (L 10) zwischen Kirchwald und kurz vor Langenfeld.

Es geht auf einer schmalen Fahrstraße hinab in Richtung Nitzbach.



Nach etwa 1,5 km Fahrtstrecke kommen wir an der geschotterten Zufahrt der Grube vorbei, fahren aber noch 300 Meter weiter, bis wir rechterhand in einer Kurve die ausgewiesenen Parkplätze erreichen.


Wir gehen die 300 Meter zurück und anschließend rechts hinab zur Bergmannshütte.

Die Parkplätze unterhalb sind rar gesät, so dass man tatsächlich auf den zuvor beschriebenen Parkplatz fahren sollte.



Wir sind rechtzeitig für die erste Führung Sonntags um 11:00 Uhr vor Ort und trinken in der Bergmannshütte noch einen Kaffee.

Obwohl wir heute die einzigen Besucher sind, wird die Führung durch einen sehr symphatischen und kundigen Grubenführer auch nur mit uns beiden durchgeführt.

Wir entrichten den Eintrittspreis von 6,- € pro Erwachsenen und bekommen zunächst als Einstieg einen Film und anschließend den Aufbau der Grube an einem Modell gezeigt.



Nachdem wir mit Helm (Pflicht) und Grubenlampe (LED-Lampe am Helm) ausgestattet sind, geht es nun zum Eingang in die Grube.


Bei der Standartführung im Mittelstollen geht es quasi in einem Rundweg durch die Grube hindurch.

Das Licht am Ende des Tunnels ist also der Ausgang. ;-)

Auch andere Führungen können gebucht werden.



Die Grube Bendisberg wurde zwischen 1900 und 1904 erschlossen und betrieben (Quelle).




Nachdem 1903 ein Feuer die Anlagen vernichtete, wurde der Betrieb eingestellt (Quelle wie vor).




1915 wechselte die Grube in den Besitz der Vieille Montagne (Quelle w. v.)




1937 bis 1941 wurde die Grube durch die Altenbergs AG betrieben (Quelle w. v.).




Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Förderung eingestellt und die Grube stillgelegt (Quelle w. v.).




Ab 1950 wurden wieder Erze in der Grube gefördert (Quelle wie vor).




Im Jahr 1955 wurden 4272 Tonnen Haufwerk gefördert (Quelle wie vor).



Nach erfolgtem Abbau der gewinnungsfähigen Erze wurde 1957 der Grubenbetrieb endgültig eingestellt (Quelle wie vor).

Im April 2010 begannen die Bauarbeiten zur Errichtung eines Besuchergebäudes. Ebenso ist der Ausbau der Stollen weit fortgeschritten. Es wurden Treppe und Leiter als Verbindung zwischen dem unteren, mittleren und oberen Stollen eingebaut. Dadurch sind im Besucherbergwerk die drei Abbauebenen miteinander verbunden (Quelle wie vor).



Barbara von Nikomedien - die Schutzpatronin nicht nur der Bergleute.

Hier in der Weißen Grotte.

Glück Auf  ist der deutsche Bergmannsgruß. Er beschreibt die Hoffnung der Bergleute, „es mögen sich Erzgänge auftun“, denn beim Abbau von Erzen ließ sich nur unsicher vorhersagen, ob die Arbeit überhaupt zu einem Lohn führen würde.Weiterhin wird mit diesem Gruß der Wunsch für ein gesundes Ausfahren aus dem Bergwerk nach der Schicht verbunden (Quelle).


Wir treten wieder ins Freie.

Im Berg ist eine gleichbleibende Temperatur von 8 Grad Celsius vorhältig.

Noch eine Kleinigkeit in der Bergmannshütte gegessen und wir fahren wieder zurück